|  Startseite  |  Kontakt & Impressum  |       
  Startseite 
  Schulprogramm 
  Aktuelles 
  Förderverein 
  Schule und Beruf 
  Links 
  Sanierung der Schule 
  Rückblende 
  Kontakt & Impressum 
Rückblende - Geschichte und Geschichten

Auszug aus der Schul-Chronik, die von Frau B. Schröder mit Unterstützung von vielen Mitstreitern zusammengetragen und aufgeschrieben wurde.

Die vollständige Chronik erhalten Sie auf Anfrage im Sekretariat unserer Schule.

- 30 Jahre Schule im Grünen -

Aus der einstigen Baustelle, die in der Anfangszeit nur mit Gummistiefel zu erreichen war, hat sich ein Gebäudekomplex entwickelt, der praktisch im Ortskern von Rechlin liegt. Umrahmt vom Grün der Natur zu allen Seiten, bietet er nun beste Möglichkeiten zum Lernen und Lehren.

Mit nur 30 Jahren haben wir zwar noch kein Jahrhundert erreicht, aber eine Reihe von Jahrgängen entlassen, die ihren Weg im Leben gefunden haben und immer noch gerne einen Abstecher in die Schule unternehmen.

Trotz der vielfältigen Veränderungen im Bildungs- und Erziehungssystem unseres Staates wünschen wir uns für unseren Schulkomplex, dass er auch für die nächsten Jahre eine Heimstatt für uns alle bleibt.

Der Schulbetrieb in Rechlin und Vietzen vor 1975

Bereits 1842 wurde der Schulbetrieb in den Dörfern Rechlin und Vietzen urkundlich erwähnt. Erwähnt sei aber hier nur der Schulbetrieb in Rechlin.

Nach dem Ende des Weltkrieges gab es ab 1946 wieder planmäßigen Unterricht. Zunächst am Ortseingang, später in zwei Wohngebäuden. Im Jahr 1954 entstand die Schulbaracke. 199 Schüler gingen 1961 in Rechlin zur Schule. 1964/65 wird die Oberschule Rechlin eine zehnklassige Oberschule.

 

 

1966 wurde der Schulpavillon gebaut und für den Schulbetrieb übergeben.

 

 

 

 

Am 1. September 1975 erhielt Rechlin eine neue moderne Schule. Damit bestanden in Rechlin erstmalig beste Lernbedingungen für Schüler und gute Unterrichtsmöglichkeiten für die Lehrer.

Im Argen lag aber noch der Sportunterricht. Das neue Sportstadion in der damaligen Leninstraße wurde 1978 geschaffen. In den Jahren 1980/81 erhielt Rechlin eine moderne Turnhalle mit Parkettfußboden, Umkleide- und Waschräumen, Duschen und Toiletten.
Am 24. April 1984 war es dann soweit: Auf einem großen Festappell im Rahmen einer Festwoche wurde der Schule der Namen verliehen und hieß ab sofort Polytechnische Oberschule "Rudi Arndt". Etwas später wurde auch noch ein Gedenkstein auf dem Schulhof aufgestellt.

Die polytechnische Oberschule - POS

Die POS hatte große Anzahl von Aufgaben zu erfüllen. Sie deckte einerseits den Unterricht am Vormittag und anderseits den außerschulischen Bereich am Nachmittag ab. Heute würden wir sagen, dass sie den Charakter einer Ganztagsschule hatte.

 

 

Zur Betreuung in der Schule gehörte aber auch die Versorgung der Kinder. Zur Frühstückspause gab es Milch - und es tranken viele Kinder die Milch. In der Mittagspause gab es warmes Essen. Viele Kinder nutzten das Angebot. Eine Woche (Mo - Fr) kostete damals 2,75 M.

Die schönste Zeit war aber die Ferienzeit: 3 Wochen Winterferien und 8 Wochen Sommerferien. Die Kinder wurden in Ferienspielen, Ferien- und Schwimmlager, Trainingslager usw. betreut.

Der Unterricht

Der Unterricht fand an sechs Tagen - Montag bis Sonnabend - statt. Das änderte sich erst nach dem letzten pädagogischen Kongress im Jahre 1989.

Was wurde unterrichtet? Mathematik und Deutsch lernte man früher genauso wie heute. Den Naturwissenschaften wurde ein wesentlich breiterer Raum als heute eingeräumt. Russisch und Englisch gehörten als Fremdsprachen dazu.
Der polytechnische Unterricht war eine Verbindung zwischen der Theorie (Schule) und Praxis (Produktion).
Am Ende der 10. Klasse stand die Abschlussprüfung. Es wurde schriftlich und mündlich geprüft. Jeder Schüler wurde in mindestens zwei aber in höchstens fünf Fächern geprüft. Man erschien in angemessener Kleidung, später dann im FDJ-Hemd.

Die Jugendweihe

Die wichtigste Veranstaltung für Jungen und Mädchen der 8. Klasse war die Jugendweihe. Die Feierstunde fand im Saal der Schiffswerft Rechlin statt. Langwierig vorbereitet, gestaltete sich die Feier sehr festlich mit einer kulturellen Umrahmung und einen Festredner. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde, einen persönlichen Leitspruch und ein Buch wie "Weltall, Erde, Mensch". Damit war der offizielle Teil der Jugendweihe beendet und es wurde in den Familien weitergefeiert.

Die Wende - auch eine Wende in der Schule

Im Sommer 1989 spitzte sich die politische Lage zu. Viele DDR-Bürger kehrten ihrem Land den Rücken. Die Lage war angespannt und unsicher.

Das Schuljahr 1989/90 begann wie jedes Jahr am 01. September. Aber es war ein sehr unruhiger Beginn. Und es passierte sehr viel.

Die wichtigste Veränderung u.a. in diesem Schuljahr war, dass der Sonnabendunterricht nur noch 14-tägig erteilt wurde.

Ein Jahr sollte es die alte DDR-Schule noch geben, dann sollten die Schulstrukturen der BRD bei uns greifen.

Das Schuljahr 1990/91

Wieder begannen wir am 01. September. Es war ein Schuljahr, das gezeichnet war von vielem Neuen, von Unsicherheiten und davon, dass wir vieles zum letzten Mal taten.

Den Unterricht am Sonnabend gab es nicht mehr.

Die Unterstufe trennte sich von der POS und wurde eigenständige Grundstufe. Wir wurden zur Realschule mit Hauptschulteil und blieben es bis 1996.

Das Schuljahr 1991/92

Die Schulferien waren das erste Mal nur 6 Wochen lang, die Schule fing also Mitte August wieder an.

Es gab viel Neues, mit dem wir lernen mussten, umzugehen:

  • Schülervertretung
  • Elternvertretung
  • Lehrerrat
  • Schulkonferenz
  • Fachkonferenz
  • Personalrat
  • neue Gesetze und Verordnungen usw.

Die folgenden Jahre

Im Schuljahr 1997/98 gab es einschneidene Veränderungen. Auf Grund sinkender Schülerzahlen erfolgte eine Zusammenlegung mit der Priborner Schule zur neuen Verbundenen Haupt- und Realschule Rechlin. Der Schulbetrieb in Priborn wurden eingestellt.

Seit 2002 heißen wir Regionale Schule Rechlin. Wieder gab es Veränderungen, u.a. neue Rahmenpläne und Versetzungsverordnungen.

Ab dem Schuljahr 2005 arbeiten wir als Ganztagsschule.

Das Schulgebäude

Unsere Schule steht jetzt 30 Jahre in Rechlin. In den ersten 20 Jahren wurde kaum etwas an ihr verändert.

Die Außenfassade begann mit der Zeit zu bröckeln, wenn der Wind im Winter pfiff, war es in manchen Räumen bitterkalt. Im Jahr 1998 wurden neue Fenster eingesetzt und teilweise wärmeisoliert.

Durch den Anbau der Aula und des Sozialtraktes 1997 und der damit verbundenen Neugestaltung des Eingangsbereiches hat die Schule ein schönes Erscheinungsbild erhalten. Auch der Schulhof ist neu gestaltet worden.

2009 war unsere Schule eine einzige Baustelle. Als erste Schule im ehemaligen Müritzkreis kamen wir in den Genuss finanzieller Mittel aus dem Konjunturpaket II für die Wärme- isolierung und Heizung. Die Maßnahmen wurden durch die Gemeinde Rechlin ebenfalls finanziell unterstützt. Mehr darüber erfahren Sie auf der Seite Sanierung der Schule.